Vermeidung und Sanierung von Trinkwasser-
Kontaminationen durch hygienisch relevante Mikroorganismen aus Biofilmen der Hausinstallation

Koordination: Prof. Dr. Hans-Curt Flemming,
                          IWW Zentrum Wasser - Moritzstraße 26 - 45476 Mülheim,
                          Biofilm Centre - Universität Duisburg Essen - Geibelstraße 41 - 47057 Duisburg

Projektpartner

logo uni duisburg essen
Universität Duisburg-Essen

logo uni bonn
Universität Bonn

tuhh logo
DVGW-Forschungsstelle Technische Universität Hamburg-Harburg

iww logo
IWW Mülheim

tu logo
TU Berlin

Teilprojekt 5

Teilprojekt 5: Untersuchung der Auswirkung von Desinfektionsmaßnahmen auf die Biofilm-Population unter besonderer Berücksichtigung der Ansiedlung und Vermehrung hygienisch relevanter Mikroorganismen.

Beeinflussung der Dichte und Populationsstruktur von Trinkwasserbiofilmen durch von Materialien abgegebene Nährstoffe. Die Dichte von Biofilmen in Trinkwasser wird parallel mit ATP-Messungen und direkten Auszählungen nach Anfärbung mit Propidium Iodid erfasst. Weiterhin sollen vergleichende Populationsanalysen von unbeeinflussten Biofilmen z.B. auf Glas, Stahl oder PEX erstellt werden. Dazu sollen verschiedene Verfahren und Methoden parallel zum Einsatz kommen: Klonierungsansätze der 16S rDNA ausgewählter Biofilme wird grundsätzliche Daten über die in den Biofilmen vorkommenden Arten liefern. Aufgrund der so ermittelten und unter Einbeziehung der schon vorhandenen Sequenzdaten aus Trinkwasserbiofilmen sollen Sonden bzw. Primer für Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH und CARD-FISH) und PCR (gegebenenfalls auch quantitative PCR) entwickelt werden. Außerdem sollen DGGE Profile der jeweiligen Biofilme erstellt und vergleichend ausgewertet werden. Mit den neu entwickelten Sonden und Primern können dann Biofilme aus unterschiedlichen Versuchsaufbauten (Bonn; Mülheim) oder Installationen (Hamburg; Mülheim) untersucht werden. Diese vergleichenden Untersuchungen sollen die Grundlagen liefern zur Identifikation von Arten, die auf die erhöhte Verfügbarkeit von organischen Nährstoffen ansprechen und als Indikator für entsprechende Testsysteme dienen können. Neben der Erfassung von Änderungen der Populationsstruktur erlauben die beschriebenen Methoden auch Aussagen über den physiologischen Zustand der detektierten Zellen. Dies soll eingesetzt werden um die Wirksamkeit und den Einfluss unterschiedlicher Desinfektionsverfahren zu dokumentieren.

tu logoDurchführung:
Technische Universität Berlin

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ulrich Szewzyk
Rosemarie Röder

©2007 Agentur Hundhausen